MitVerantwortung: Kauf mit Köpfchen

18 BEWUSST KONSUMIEREN scan! Von Karoline Dotterweich Klamotten, Zimmer, Autos, Werkzeug und sogar Hunde: All dies und noch viel mehr wird in der Sharing Economy geteilt. Doch was ist mit dem Begriff überhaupt gemeint? Damit wird ein Trend bezeichnet, bei dem Privatpersonen alle möglichen Gegenstände oder Räume teilen und tauschen, anstatt neue Produkte zu kaufen und zu besitzen. Damit spart man Geld und Ressourcen. Das Prinzip klingt neu und ziem- lich alternativ innerhalb einer Wirtschaftsordnung und Konsumgesellschaft, die auf Wachstum, Produktion und den ständigen Erwerb neuer Produkte ausgerichtet ist. Doch so neu ist das Konzept nicht: Menschen haben immer schon geteilt und getauscht. Das globale Ausmaß aber, das die Sharing Economy als alternative Wirt- schaftsform erreicht hat, ist neu. Verantwortlich dafür ist das Internet. Millionen User nutzen die verschiedenen Sharing-Websites. Der „Kleiderkreisel“ etwa macht einfaches Klamottentauschen möglich: Nicht mehr passende Teile landen bei neuen Besitzern anstatt im Müll oder im Altkleidercontai- ner. Auf der Internetseite „Airbnb“ werden Privatwohnungen in fast jeder Stadt der Welt geteilt. Die US-Firma Uber bietet über das Internet Mitfahr­ angebote an. Auch Food- Sharing ist in Städten beliebt und wird im Netz organisiert. Tauschen statt kaufen: Sharing Economy

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